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    1. FAQ - Fragen & Antworten

      Skipper Bordkasse


      aufgeteilt in die Rubriken: Allgemeines Bordleben sowie Recht und Finanzen

      Allgemeines Bordleben

      • Welche Vorkenntnisse muss ich mitbringen?

      Der Teilnehmer muss schwimmen können. Ansonsten sind keine Vorkenntnisse nötig.

      • Werde ich Seekrank?

      Etwa 10-20% der Gäste leiden an den ersten 1-2 Tagen auf See an leichter Seekrankheit, welche sich durch Übelkeit und einem Schwindelgefühl äußert. Dies verschwindet sofort, sobald man einen Hafen erreicht bzw. nicht mehr dem Seegang ausgesetzt ist. In der Regel ist spätestens nach dem 3. Seetag die Seekrankheit überwunden. Es gibt diverse Tricks und Hausmittel die helfen, Medikamente gegen die Reisekrankheit können aufgrund der Nebenwirkungen nur sehr bedingt empfohlen werden.

      • Muss ich schwindelfrei sein?

      Nein. Nur wer gern die Mastspitze besuchen möchte.

      • Muss ich an Bord mitarbeiten?

      Grundsätzlich kann der Skipper alle anfallenden seemännischen Arbeiten allein erledigen. Er freut sich allerdings sehr, wenn die Mitsegler mit anpacken. Der Bereich der Backschaft (alle Haushaltsaufgaben wie z.B. Kochen) ist traditionell Aufgabe der Crew/Mitsegler. Es sei denn, es wird vorher anders vereinbart.

      • Muss ich ein sportlicher Typ sein?

      Sportlichkeit ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Jeder kann sich nach seinen Wünschen und Möglichkeiten im Segelteam einbringen. Für viele seemännische Aufgaben spielt Sportlichkeit keine Rolle.


      • Wie funktioniert die Verpflegung?

      Zum Törnbeginn wird gemeinsam nach den Wünschen der Teilnehmer eingekauft und somit eine Grundversorgung an Bord gesichert. Auf jeder gängigen Segelyacht befindet sich neben einem Kühlschrank auch ein mehrflammiger Gasherd mit Backofen. Alle üblichen Küchengeräte sind an Bord vorhanden.

      Meist wird nach Absprache mit der Crew an einigen Tagen selbst gekocht und an einigen Tagen im Restaurant gegessen.

      •  Sind wir auch mal an Land?

       

      Bei Segeltörns ohne Ausbildungscharakter wird i.d.R. nachts nicht gefahren. D.h. man übernachtet in Stadthäfen, Marinas oder vor Anker in einer geeigneten Bucht. Aber immer an Bord des Schiffes.
      Wenn es an Land besondere Sehenswürdigkeiten gibt, können auch längere Landgänge eingeplant werden.

      • Kann man an Deck schlafen?

      Grundsätzlich JA. Allerdings sorgt der Morgentau, außer im Hochsommer, fast immer für ein "feuchtes Erwachen" an Deck. Das muss dann jeder selbst wissen.

      • Ist ein Ausbildungstörn auch bisschen wie Urlaub?

      Wer eine Ausbildung macht muss sich die meiste Zeit des Tages auf Arbeit einstellen. Das heißt aber nicht, dass der Spaß zu kurz kommt. Immer wenn möglich können Badepausen eingebaut werden, ein Mittagsschläfen gehalten oder Abends die Hafenkneipe besucht werden. Zeit zum Relaxen gehört eben genauso dazu, wie die Zeit zum Lernen und Trainieren.

      • Ist das nicht bisschen eng an Bord?

      Zugegebener Maßen ist eine Kabine einer Segelyacht nicht gerade eine "Suite Superior" was das Platzangebot betrifft. Für jeden Mitsegler steht ein Platz in einer Kabine mit Doppelbettkoje zur Verfügung, mit ausreichend Stauraum für das persönliche Gepäck. Da man sich aber die meiste Zeit an Deck, an Land oder im Wasser aufhält, stellt dies für die meisten Menschen kaum ein Problem dar. Wer denn noch einen größeren Platzbedarf hat, kann gegen Aufpreis eine Einzelkabine buchen.


      • Wieviele Personen sind an Bord?

      Je nach Schiffsgröße sind meist zwischen 4 und 8 Personen an Bord. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass nicht alle möglichen Kojenplätze belegt werden.


      • Gibt es Probleme, wenn Männer und Frauen gemeinsam an Bord sind?

      Üblicher Weise nicht. Es ist eher Zuträglich für die globale Ordnung und Sitte an Bord, wenn gemischte Crews anstatt reine Männer Crews reisen.


      • Brauche ich spezielle Segelkleidung?

      In den Sommermonaten sollten eine leichte, aber wasserdichte Jacke und Hose dabei sein. Das können notfalls auch Skisachen oder Motorradbekleidung sein. Eine Kopfbedeckung gegen die Sonne samt Sonnenbrille ist wichtig, sowie sportliche Schuhe mit heller Sohle. Auf Gummistiefel kann in den Sommermonaten i.d.R. verzichtet werden, geschadet haben sie allerdings noch nie. Ansonsten ist sportliche Kleidung an Bord zu empfehlen.

      Im Frühjahr und Herbst sollte die Bekleidung auf jeden Fall einem längeren Regen standhalten und winddicht sein. Auch warme Unterbekleidung ist wichtig, Gummistiefel fast ein Muss.

      Bei den Reiseunterlagen wird vor Törnbeginn eine Packliste zugesendet, damit Sie keine wichtigen Dinge vergessen.


      • Wo kann man duschen?

      Grundsätzlich kann an Bord an der Heckdusche (an Deck) oder in den "Nasszellen" unter Deck geduscht werden. Das ist allerdings recht eng und in Anbetracht des begrenzten Wasservorrats nicht unbedingt so sinnvoll. Angenehmer ist es, an Land in den Duschräumen der Marinas und Häfen zu duschen.

      •  Was machen wir bei Sturm?

      Meistens weiß man vorher, wann mit einem Sturm zu rechnen ist. In solchen Fällen wird vorher ein Hafen oder ein geeigneter, sicherer Liegeplatz angesteuert, wo dann der Sturm "abgewettert" wird. Die Zeit kann dann zu ausgedehnten Landgängen und Ausflügen genutzt werden.


      •  Wie sieht eine Segelyacht von Innen aus?


      Beispiel Bavaria 44

      Länge: 13,60 m             Breite: 4,20 m
      Kabinen: 4                     Kojen: 8
      Segelfläche: 108,3 m²   Verdrängung: 10.200 kg
      Motor: 50 PS                  Diesel: 260 l
      Tiefgang: 2,25 m            Wasser: 430 l

      • Welche Ausstattung hat eine Segelyacht (Beispiel)?


      Sicherheit

      An Deck

      Unter Deck


      Rettungsring

      Bootsmannstuhl

      Nebelhorn

      Rettungswesten

      Notpinne

      Taschenlampe

      Notsignale

      UKW-Funk


      Anker mit Kette

      el. Ankerwinsch

      Badeleiter

      Cockpittisch

      Biminitop

      Heckanker

      Heckdusche

      Sprayhood

      Winschen

      Beiboot

      Autopilot

      Backofen

      Warmwasser

      Gasherd

      Geschirr komplett

      Bettwäsche

      Kühlschrank

      Landanschluss 230V

      Nasszelle (Dusche/WC)

      Radio/CD


      Navigation

      Segel



      Echolot

      Fernglas

      GPS

      Hafenhandbuch

      Kartenplotter

      Seekarten

      Windex

      Windmessanlage

      Rollgroß-Segel

      Rollgenua-Vorsegel



      Recht & Finanzen

      • Wie lauten die Zahlungsmodalitäten und AGB?

       

      Diese finden sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen - AGB in der Rubrik allgemeine Infos


      • Was ist die Bordkasse?

      Die Bordkasse ist eine Gemeinschaftskasse in die alle Törnteilnehmer, außer der Skipper, einzahlen. Sie begleicht alle Kosten die vom Schiff her anfallen wie z.B. Kautionsversicherung, Diesel, Hafengebühren, Endreinigung ect. Außerdem dient sie, um den gemeinsamen Einkauf der an Bord benötigten Lebensmittel (Essen und Trinken) zu begleichen. Auch die Verpflegung des Skippers geschieht traditionell über die Bordkasse.

      Sie dient nicht zum Begleichen der Restaurantrechnungen, was aber in der Praxis doch oft gemacht wird.

      Für eine Woche müssen ca. 150 € für die Bordkasse gerechnet werden (ohne Restaurantbesuche).


      • Welche Versicherungen sind sinnvoll?

       

      Empfohlen werden können eine Reiserücktrittsversicherung, eine Unfallversicherung sowie eine Gepäckversicherung.


      • Wie komme ich an die Reiseunterlagen?

      Etwa 4 Wochen vor Reiseantritt werden alle nötigen Unterlagen versandt. Das sind z.B. die Infos zum Checkin im Hafen, die Crewliste und eine Packliste.


      • Wen kann ich erreichen, falls es Probleme bei der Anreise (Verspätung ect.) gibt?

      In den Reiseunterlagen finden Sie die Handynummer und E-Mail des Skippers. Mit ihm kann alles abgeklärt werden.


      • Wann kann ich am Ende des Törns das Schiff verlassen (um meinen Flug zu bekommen)?

      Wir erreichen den Start- und Endhafen üblicher Weise am Nachmittag vor dem letzten Tag der Reise. Wenn bestimmte Termine erreicht werden müssen, ist das nach Abstimmung mit dem Skipper in den meisten Fällen möglich.


      • Wieviele Seemeilen werden in einer Woche gefahren?

      Im Mittel zwischen 130 und 200. Sollten für Segelscheine dringend Meilen benötigt werden, können diese in Absprache mit Crew und Skipper meist auch "ersegelt" werden.


      • Bekomme ich eine Seemeilenbestätigung?

      Selbstverständlich werden am Ende des Törns die Meilen durch den Skipper bestätigt.


      Segeltörn

  2. Hotline: 0175-244 57 16